Nach der gestrigen Veröffentlichung der neusten Arbeitslosenzahlen spricht die anarchosyndikalistische Gewerkschaft CNT von absichtlich herbeigeführten Resultaten. Sie sind das Ergebnis einer Kürzungspolitik und von Entlassungen, die von verschiedenen Regierungen und auf Druck europäischer Institutionen durchgeführt wurden.

Die CNT ist der Überzeugung, dass die gestern vom EPA-Institut veröffentlichten Daten das gewünschte Resultat der systematischen Zerstörung von Arbeitsplätzen sind. Nach Einschätzung der CNT ist der offizielle Diskurs über die Schaffung von Arbeitsplätzen lediglich eine Rechtfertigung für weitere Einschnitte im Arbeitsrecht, für Präkarisierung und den Abbau öffentlicher Dienstleistungen im Interesse des Managements und der Banken.

Für die CNT bestätigt die Zahl von sechs Millionen Arbeitslosen den irrationalen Charakter eines Systems, dass die Profite der Arbeitgeber und Banken gegenüber den Bedürfnissen und der Wohlfahrt der Gesellschaft priorisiert. Es ist ein ökonomisches System, dass Grundbedürfnisse wie Bildung, Gesundheit und Pflege vernachlässigt und diejenigen entlässt, die willens und in der Lage sind diese zu befriedigen.

Die CNT beschuldigt die Bosse und die Regierung den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit absichtlich beendet zu haben, um dadurch schlechtere Löhne und mehr prekäre Arbeitsbedingungen durchzusetzen sowie Jahrzehnte des Arbeitskampfes rückgängig zu machen und Angst unter der arbeitenden Bevölkerung zu säen.

Für den 15. Februar ruft die CNT zu einem Aktionstag auf, an dem sich beschäftigungslose ArbeiterInnen beteiligen sollen, da sie nichts mehr von einer Regierung zu erwarten haben. Mehr Beschäftigung ist für die Regierungsparteien lediglich ein Wahlkampfslogan. Gleichzeitig erwarten wir, als Anarchosyndikalisten, nichts oder nur sehr wenig von den institutionalisierten Gewerkschaften, die sich an den Entlassungen und den Kürzungsplänen mitschuldig gemacht haben. Die großen Gewerkschaften machen gute Geschäfte mit den Bossen, da sie von Zuschüssen und betrügerische Fortbildungs- und Orientierungsprogramme profitieren.

Nur die Mobilisierung und die Selbstorganisation der beschäftigungslosen ArbeiterInnen schafft radikale Mittel für die folgenden Ziele:

*Reduzierung der Arbeitszeit
*Senkung des Renteneintrittsalters
*Verbot von Überstunden und Stückarbeit
*Garantie einer würdevollen und ausreichenden Bezahlung aller Beschäftigungslosen

Permanentes Sekretariat des konföderalen Komitees der CNT-IAA

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